Ensemble 392


Benannt nach dem französischen Opernton A=392 Hertz setzt sich das Ensemble vorwiegend mit der französischen Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts auseinander. Da diese im 18. Jahrhundert immer stärker von seinem italienischen Gegenentwurf beeinflusst wurde, ist auch die Verbindung zwischen dem Goût Français und dem rivalisierenden Italienischen Geschmack ein wichtiges Thema.  2011 gegründet, gastiert das junge Ensemble seitdem regelmäßig auf renommierten Bühnen wie den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, im Händel-Haus Halle sowie dem Konzerthaus Berlin. Die einzigartige Besetzung aus Sopran, Traversflöte, Theorbe/Barockgitarre und Cembalo zeichnet das Ensemble aus. Immer auf der Suche nach neuen Klangfarben und Extravaganzen bleibt das Ensemble stehts am Puls der Zeit!


Sopran

Marie-Sophie Pollak studierte bei Prof. Gabriele Fuchs an der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie ihr Diplom 2012 mit Auszeichnung und 2014 den Master Konzertgesang abschloss. Meisterkurse u. a. bei Roger Vignoles, Helmut Deutsch und Wolfgang Katschner ergänzen ihre Ausbildung. Die Sängerin ist sowohl eine gefragte Konzert- als auch Opernsängerin. Ihre Konzerttätigkeit führte sie zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, der Reaktorhalle München, den Festspielen Bad Reichenhall, dem Akademietheater München,  den Brucknerfestspielen Linz, den Festwochen in Turin, ans Theater Schweinfurt,  die Potsdamer Musikfestspiele und das Théatre du Chatelêt in Paris. Ihre Arbeit führte sie mit nahmhaften Dirigenten wie z.B.  Michi Gaigg, Wolfgang Katschner, Pierre Pitzl, Alessandro de Marchi und Jean-Christophe Spinosi zusammen. Marie-Sophie ist Mitglied der Yehudi Menuhin Förderung Live Music Now sowie Stipendiatin der Christl und Klaus Haack-Stiftung. Zudem wurde sie mit dem Deutschlandstipendium 2012 und 2013 ausgezeichnet.


Traversflöte

Julia Stocker studierte zunächst in Feldkirch Lehramt. Neben ihrem modernen Flötenspiel, das sie mit der Bestnote im Studium abschloss, widmet sie sich auch der historischen Aufführungspraxis und studierte im Nebenfach Traversflöte bei Linde Brunmayr Tutz an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Prägend waren ein Auslandssemester an der Sibelius-Akademie in Helsinki sowie Meisterkurse u.a. bei Philippe Bernhold und Andrea Lieberknecht. Sie ist Mitglied des Ensemble Modern Times 1800.


Theorbe und Barockgitarre

Johannes Ötzbrugger begann in früher Kindheit mit dem Gitarrenspiel. Schon als Jugendlicher lernte er die Laute kennen - eine Begegnung, die ihm den Zugang zu einer noch intimeren Klangsphäre eröffnete. Nach seinem Schulabschluss studierte er ein Jahr Musikwissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Seit 2009 studiert er historische Lauteninstrumente bei Rolf Lislevand an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Sein besonderes Interesse gilt dem Generalbassspiel auf der Barockgitarre und dem französischen Solorepertoire für Theorbe. Seine Konzerttätigkeit führte ihn zu Projekten mit renommierten Ensembles und Solisten wie recreationBarock, Armonico Tributo Austria, La Folia Barockorchester, Wiener Sängerknaben, Lorenz Duftschmid, Rüdiger Lotter, Marcello Gatti, Jan van Elsacker, Simone Kermes und Valer Sabadus ... bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, dem Händel-Haus Halle, der Philharmonie Berlin, sowie dem Château de Versailles.


Cembalo

Tizian Naef studierte Cembalo bei Marieke Spaans am Institut für Alte Musik an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, wo er im Jahr 2012 in den Studiengängen Diplom-Musiklehrer und Künstlerische Ausbildung seinen Abschluss erlangte. Im selben Jahr erreichte er mit dem Ensemble 392 beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn das Finale. Weitere Impulse kamen von Künstlerpersönlichkeiten wie Jörg-Andreas Bötticher, Linde Brunmayr-Tutz, Amandine Beyer, Lorenz Duftschmid, Rolf Lislevand, Lars Ulrik Mortensen und Anton Steck. Das folgende Studium in Generalbass und Ensembleleitung an der international renommierten Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen gab viele Anreize zu einem stilistisch differenzierten Generalbassspiel. Ergänzt wurde das Studium durch den Studiengang Maestro al cimbalo bei Andrea Marcon. Im Sommer 2015 schloss er dieses Masterstudium mit Auszeichnung ab.


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